Schreiben

Was ich euch mitgeben kann

Die meisten Autoren-Websites haben Tipps dazu, wie man a) gut schreibt und b) mit dem Geschriebenen veröffentlicht wird. Zu b) werd‘ ich vielleicht eines Tages etwas von mir geben, wenn ich selbst länger im Geschäft bin und das Ganze mehr durchschaue. Zu a) hoffe ich und glaube ich, jetzt schon etwas beitragen zu können.

Ihr findet hier Erkenntnisse von mir, wie man sein Handwerk verbessert (oder wie zumindest ich mein Handwerk verbessert habe) und Hinweise, von welchen Autoren ich welche Tricks gelernt habe.

Jo Walton: In einer anderen Welt (2012)

Ein verwirrendes Buch. Es hat mir gut gefallen und mich sehr fasziniert. Das muss ich vorneweg sagen, falls die folgenden Anmerkungen so klingen, als fände ich es komplett behämmert. Das Gegenteil ist richtig. Ich weiß nur nicht, warum man so etwas schreibt, und ich weiß auch nicht, wer auf die Idee kommt, so etwas zu verlegen … Aber ich bin froh, dass beides geschehen ist.

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Fritz Leiber: The Big Time (1958)

Hmm. Das Buch lässt mich im Zwiespalt. Es hat dramaturgische Schwächen, von der Handlungsanlage her ist es eher ein mittelmäßiger Krimi als ein Science-Fiction-Roman, und die wissenschaftlichen Prämissen, die der Leser akzeptieren muss, sind hanebüchen. Da werden ein paar Geräte vorgestellt, die meine Suspension of disbelief schon auf eine harte Probe stellen. (Gibt es für Suspension of disbelief eigentlich eine vernünftige deutsche Übersetzung?)

Auf der anderen Seite hat der Roman natürlich einige ungewöhnliche Qualitäten. Den Hugo gibt’s ja schließlich nicht für irgendetwas. (mehr …)

Robert A. Heinlein: Starship Troopers (1959)

Starship Troopers verfolgt den Lebensweg von Johnny Rico ab dem Schulabschluss über seine Freiwilligmeldung für den Militärdienst und seinen weiteren Werdegang in der Mobilen Infantrie vom einfachen Rekruten bis zum Offizier. Der Roman führt uns durch die Banalitäten des Soldatenalltags ebenso wie durch die schwerwiegenden Entscheidungen, die Offiziere treffen müssen und die durchaus Hunderte oder Tausende von Menschen das Leben kosten können. Wir haben coole Kampfanzüge und Waffen. Wir haben mit den Bugs eine fremde Spezies, die als Schwarmintelligenz gänzlich anders funktioniert als die Menschheit – und auch diese ist gut gezeichnet. Und wir haben als Ausgleich zu der Action immer wieder hochinteressante gesellschaftsphilosophische Abschnitte, die den Roman deutlich von einfachem Crash! Boom! Bang! absetzen. (mehr …)

Meine Hugos

Wer in irgendetwas gut werden möchte, sollte sich anschauen, wie die Meister dieses Faches es machen. Bei Science-Fiction-Romanen sind die Meister sicherlich die Autoren, deren Werke mit dem Hugo-Award ausgezeichnet wurden. Mein Langzeit-Projekt ist also, alle Hugo-Gewinner zu lesen und zu schauen, was ich für meine eigene Arbeit daraus gewinnen kann.

Und daran lasse ich euch gern teilhaben, wenn’s euch interessiert.

Von Eschbach lernen heißt Siegen lernen

Andreas Eschbach ist einer der meistverkauften Autoren deutscher Zunge. Der Mann weiß schon, was er tut, wenn er einen Roman konzipiert und schreibt. Was mir bei ihm besonders gut gefällt, ist, dass er keinerlei Geniekult betreibt. Eschbach bekennt sich offen dazu, dass Schreiben zu einem ganz ordentlichen Teil Handwerk ist und dieses Handwerk erlernt werden kann. Und er verrät auch, wie das geht. (mehr …)

Alle Hintergrundbilder mit freundlicher Genehmigung der Europäischen Südsternwarte ESO. Präziser Bildcredit jeweils am unteren Bildrand. (Wenn verdeckt, Fenster verkleinern!)