Andreas Eschbach ist einer der meistverkauften Autoren deutscher Zunge. Der Mann weiß schon, was er tut, wenn er einen Roman konzipiert und schreibt. Was mir bei ihm besonders gut gefällt, ist, dass er keinerlei Geniekult betreibt. Eschbach bekennt sich offen dazu, dass Schreiben zu einem ganz ordentlichen Teil Handwerk ist und dieses Handwerk erlernt werden kann. Und er verrät auch, wie das geht.

Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken trägt, unterhaltsame Romane zu schreiben, findet auf der Website von Andreas Eschbach ausführliche Tipps, Hinweise, Anleitungen und Literaturempfehlungen zu Themen wie Sprache, Stil, Dramaturgie, Textüberarbeitung, geeignete Schreibsoftware und vieles mehr. Wer professionell schreiben möchte, sollte sich durch diese Website durcharbeiten – es ist meines Wissen das Beste, Kompakteste und Praxistauglichste, was es zu diesem Thema in deutscher Sprache gibt. Im nächsten Schritt gilt es dann, die Bücher durchzuackern, die er empfiehlt.

Wer dazu nicht bereit ist, kann es meiner Ansicht nach nicht ernst damit meinen, dass er professionell schreiben will. Man kann sich ja schließlich auch nicht einfach in eine Restaurantküche stellen und behaupten, man sei jetzt professioneller Koch. (Ja, es gibt Leute, die das tun. Dass das ins Unheil führt, sehen wir immer wieder bei den Küchenchefs auf Vox.)

Oh, und eine Fußnote, weil ich mir da schon mehrfach an den Kopf gefasst habe: Eschbach wird immer wieder zitiert mit der Anweisung, bei der Überarbeitung eines Texte solle man alle Adjektive und Adverbien durchstreichen. Das steht tatsächlich bei ihm, aber es ist komplett aus dem Zusammenhang gerissen. Es heißt nicht, dass man diese Wörter aus dem Text entfernen soll, sondern es ist nur eine von vielen optischen Markierungen: Dialoge werden unterschlängelt, Passivkonstruktionen mit P markiert und Adjektive eben durchgestrichen usw. Wenn der Text dann komplett markiert ist, dann kommt der Teil, wo man sich anschaut, was davon wirklich so sein muss oder was noch verbessert werden kann.